HÄUFIGE FRAGEN

Was Sie vielleicht noch
wissen wollen…

Die ersten Schritte hin zu einer Therapie sind oft von vielen Fragen begleitet: Wie läuft eine Therapie ab? Wer ist die richtige Therapeutin bzw. der richtige Therapeut für mich? Und wie sicher ist meine Privatsphäre?

In diesem Bereich habe ich versucht, die am häufigsten nachgefragten Informationen zur Verfügung zu stellen. Hier beantworte ich Fragen zu Psychotherapie und Psychologie sowie zu organisatorischen Themen. Mein Anliegen ist es, Ihnen bereits im Vorfeld Orientierung zu bieten und den Weg zu mehr Lebensqualität und seelischer Gesundheit zu erleichtern. Bei weiteren Fragen oder zur Terminvereinbarung freue ich mich über Ihre persönliche Kontaktaufnahme.

  • Wenn Sie über längere Zeit unter Stress, Ängsten, depressiver Stimmung oder anderen psychischen Belastungen leiden, kann eine Therapie sinnvoll sein. Auch Themen wie Beziehungsprobleme, Überforderung im Alltag oder ein geringer Selbstwert können Gründe sein, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

  • Die richtige Therapeutin bzw. der richtige Therapeut sollte Ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Verständnis vermitteln.

    In einem Erstgespräch können Sie mir Ihr Anliegen schildern und erfahren, ob Sie sich bei mir gut aufgehoben und verstanden fühlen. Entscheidend ist dabei am Ende Ihr eigenes Gefühl.

  • In der klinisch-psychologischen Behandlung und in der Psychotherapie sind das Miteinander, der Austausch und die therapeutische Beziehung entscheidend für das Gelingen. Wichtig ist, dass die „Chemie“ zwischen Ihnen und mir stimmt. Je wohler Sie sich fühlen, desto leichter gelingt es Ihnen, Vertrauen aufzubauen, um Ihre persönlichen Themen offen zu erkunden und zu bearbeiten.

  • Eine Therapie beginnt mit einem Erstgespräch, in dem wir Ihre Anliegen und Ziele besprechen. Dabei klären wir, ob Sie sich verstanden und gut aufgehoben fühlen. Anschließend entwickeln wir gemeinsam einen individuellen Behandlungsplan. Die Sitzungen finden in der Regel zu Beginn engmaschig statt und dauern jeweils 50 Minuten.

  • Die Frequenz der Behandlung richtet sich nach Ihren individuellen Bedürfnissen. Je nach Fragestellung, Anliegen und Komplexität wird diese passgenau abgestimmt.

    Zu Beginn finden die Sitzungen meist einmal pro Woche statt. Ein wöchentlicher Termin ist anfangs sinnvoll, um gut und zügig in die gemeinsame Arbeit zu kommen. Später kann je nach Bedarf auf größere Abstände zwischen den Terminen übergegangen werden. Im Verlauf wird die Häufigkeit angepasst - zu Beginn meist häufiger, gegen Ende eher seltener.

  • Die Dauer hängt von Ihren Zielen und Anliegen ab. Manche Themen lassen sich in wenigen Sitzungen klären, während andere eine Begleitung über Monate oder Jahre erfordern. Gemeinsam finden wir einen für Sie passenden Rahmen.

  • Oft stellt sich bereits bei der Entscheidung, Unterstützung in Anspruch zu nehmen, eine erste Entlastung ein. Wann eine spürbare Verbesserung eintritt, ist jedoch individuell und lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Der Therapieprozess ist so einzigartig wie Ihre Lebenssituation.

  • Therapie ist ein gemeinsamer Prozess, der Ihre aktive Mitarbeit voraussetzt. Dabei kann es vorübergehend auch zu stärkeren emotionalen Belastungen oder einer zeitweisen Verstärkung von Symptomen kommen (etwa durch Konfrontation mit schwierigen Themen). Ziel der Therapie ist die Linderung oder Heilung Ihres Leidensdrucks sowie die Förderung Ihrer persönlichen Entwicklung. Ein bestimmter Erfolg kann jedoch nicht garantiert werden.

    Bitte sprechen Sie offen über Zweifel und Sorgen - gerade das ist ein wichtiger Teil des Prozesses.

  • Ihre Freiwilligkeit ist die Grundlage jeglicher therapeutischen Arbeit. Sie können die Behandlung jederzeit - auch ohne Angabe von Gründen beenden. Es ist jedoch empfehlenswert, die Therapie mit einem gemeinsamen Abschlussgespräch zu beenden, anstatt sie abrupt abzubrechen.

    Rechtlich gesehen handelt es sich um ein Auftragsverhältnis. Sie bezahlen nur das Honorar für bereits erbrachte Leistungen sowie für versäumte oder zu kurzfristig abgesagte, reservierte Stunden.

  • Manchmal fühlen sich Klientinnen bzw. Klienten missverstanden, verletzt oder haben den Eindruck, dass es nicht vorangeht. Solche Gefühle können sehr belastend sein.

    Wichtig ist, dass Sie über solche Empfindungen sprechen – wenn möglich in der Therapie oder auch in Form eines Briefes an mich.

    Krisen gehören zu vielen Beziehungsprozessen dazu. Gelingt es, sie im therapeutischen Prozess zu verstehen und gemeinsam zu bewältigen, können sie oft einen wichtigen Entwicklungsschritt darstellen.

  • Ja, Sie können jederzeit direkt einen Termin vereinbaren - eine ärztliche Überweisung ist nicht erforderlich.

    Für eine Kostenbeteiligung durch die Krankenkasse benötigen Sie jedoch eine ärztliche Bestätigung, dass die vorliegenden Symptome nicht körperlich bedingt sind. Dies klären wir gerne im Erstkontakt.

  • Ja, speziell ausgebildete Kinder- und Jugendpsycholog:innen bzw. -therapeut:innen unterstützen bei Themen wie Schulangst, Mobbing, Verhaltensauffälligkeiten oder familiären Herausforderungen und Konflikten. Frühzeitige Hilfe ist oft besonders wirksam.

  • Die “Existenzanalyse” ist eine psychotherapeutische Methode, die den Menschen als Einheit und Ganzheit von Körper, Seele und Geist betrachtet. „Existenz“ bedeutet dabei ein sinnvolles, in Freiheit und Verantwortung gestaltetes Leben.

    Als Existenzanalytikerin ist es mir ein Anliegen, Sie dabei zu unterstützen, Ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und trotz innerer oder äußerer Umstände (wie Ängste, Traumata oder belastende Situationen) freie Entscheidungen zu treffen. Ziel ist es,  mit "innerer Zustimmung" zu leben - sich selbst und die Welt anzunehmen.

    Therapeutisch arbeiten wir daran, Fixierungen, Verzerrungen oder Traumatisierungen abzubauen, um ein authentisches Erleben und Verhalten zu ermöglichen.

    In meiner Arbeit bin ich um Offenheit und Vorurteilsfreiheit bemüht und im Mittelpunkt steht Ihr individuelles, einzigartiges Erleben. 

    Zusammenfassend ist eine existenzanalytische Psychotherapie die richtige Wahl, wenn Sie nicht nur Symptome lindern, sondern aktiv an einem freien, verantwortungsvollen und sinnerfüllten Leben arbeiten möchten.

  • Ich befinde mich im letzten Abschnitt der Fachausbildung zur Psychotherapeutin mit fachlicher Spezialisierung in Existenzanalyse nach Alfried Längle (Humanistische Therapie). „Unter Supervision“ bedeutet, dass meine therapeutische Arbeit regelmäßig von Lehrtherapeut:innen begleitet und reflektiert wird. Dies dient der Qualitätssicherung und Ihrer bestmöglichen Betreuung.  

    Auch nach Abschluss (m)einer Therapieausbildung sehe ich regelmäßige Supervision als unerlässlich - sowohl für eine professionelle Begleitung als auch für (m)eine fachliche Weiterentwicklung.

  • Viele Menschen tun sich schwer, diese drei Berufsgruppen voneinander abzugrenzen. Alle befassen sich mit psychischer Gesundheit, haben jedoch unterschiedliche Ausbildungswege, Tätigkeitsfelder und mögliche therapeutische Schwerpunkte. Hier daher ein kurzer Überblick.

    • Psycholog:innen: Sie absolvieren ein mindestens fünfjähriges Studium der Psychologie. Danach arbeiten sie in sehr unterschiedlichen Bereichen wie zum Beispiel in der Forschung und Lehre, in der Beratung, in der Wirtschaft oder in der Schule.

    • Klinische Psycholog:innen: Sie absolvieren nach dem Psychologie-Studium zusätzlich eine spezialisierte praktische und theoretische Ausbildung und sind zur Diagnostik sowie Behandlung psychischer Störungen berechtigt. Sie sind vom Gesundheitsministerium zugelassene Expert:innen in der Diagnostik, Beratung und Behandlung (Therapie) von Menschen mit psychischen Störungen.

    • Psychotherapeut:innen: Sie durchlaufen in Österreich aktuell berufsbegleitend das zweijährige psychotherapeutische Propädeutikum sowie darauf folgend eine mindestens vierjährige Fachspezialisierung (das psychotherapeutische Fachspezifikum). Auch Psychotherapeut:innen sind vom Gesundheitsministerium zugelassene Expert:innen in der Behandlung (Therapie) von Menschen mit psychischen Störungen.

    • Psychiater:innen: Sie sind Fachärzt:innen für Psychiatrie. Sie haben Medizin studiert und dürfen als einzige dieser Berufsgruppen Medikamente verschreiben.

  • Mir ist Diskretion ein persönliches Anliegen. Zudem unterliege ich aufgrund des psychologischen sowie des psychotherapeutischen Berufsgesetzes einer strengen Schweigepflicht. Informationen über unsere Arbeit gebe ich nicht an Außenstehende weiter.

    Auch Ihre Krankenkasse erhält ohne Ihre Zustimmung keine Daten über Ihre Behandlung. Für eine mögliche Teilrückerstattung bei Ihrer Krankenkasse benötigt es Ihre ausdrückliche Zustimmung. Bitte teilen Sie mir mit, wenn Sie dies wünschen.

    Darüber hinaus werde ich zum Schutz Ihrer Privatsphäre bei zufälligen Begegnungen außerhalb der Praxis keinen Kontakt zu Ihnen aufnehmen (z.B. durch Grüßen). Eine Kontaktaufnahme erfolgt immer von Ihnen aus.